Molekulare und strukturelle Neurodegeneration

Die Arbeitsgruppe Molekulare und Strukturelle Neurodegeneration hat es sich zum Ziel gemacht ein vollständiges Bild der neuronalen Degeneration im Tiermodell der Wobbler Maus zu gewinnen, um anhand dieser Daten neue Ansätze zur genaueren Charakterisierung der humanen sporadischen Form der Amyotrophen Lateralsklerose (sALS) zu entwickeln.
Seit 2013 ist das Tiermodell für die sporadische Form der ALS, die Wobbler Maus, in der Abteilung für Cytologie etabliert. Publikationen der Abteilung konnten zeigen, dass in der Wobbler Maus degenerative Prozesse nicht nur im Rückenmark zu erkennen sind, sondern außerdem inflammatorische Prozesse in weiteren Teilen des zentralen Nervensystems, wie z.B. im Motorcortex und im Kleinhirn, ablaufen (Dahlke et al., 2015, Saberi et al., 2016). Aber auch im peripheren Nervensystem sind deregulierte Prozesse mit einer massiven Störung der Funktionalität der neuronalen Zellen zu erkennen (Ott et al., 2017).

Um weitere experimentelle Studien zur Kausalität und zum Verlauf der sALS durchzuführen, dient uns die Wobbler Maus als Tiermodell, in welcher die pathologischen Veränderungen auf zellulärer und molekularer Ebene sehr gut analysiert werden können. Diese Untersuchungen der molekularen und strukturellen Prozesse in den unterschiedlichen Nervenzellen im zentralen und peripheren Nervensystem der Wobbler Maus können einen wesentlichen Beitrag zum besseren Verständnis der bislang nicht heilbaren Erkrankung leisten. Insbesondere zellulär-pathologische Mechanismen, welche mit neurodegenerativen Vorgängen zusammenhängen, stehen im Fokus der Untersuchungen dieser Arbeitsgruppe.

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